Das Programm

SA, 13. April 2024
15 Uhr, Steigenberger Grandhotel and Spa
Seebad Heringsdorf

Musik mit Pianist Jascha Nemtsov sowie Präsentation von Texten Usedomer Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Paulina Schulz

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Jascha Nemtsov – Foto: Gregor Matthias Zielke

Die finale Lesung zum Workshop “Education against Antisemitism” bietet ein einzigar- tiges Programm, das sich der Förderung der kreativen Fähigkeiten junger Menschen widmet und ein tiefes Bewusstsein für kulturelle Vielfalt sowie der Bedeutung von Toleranz und Respekt schafft. Vor dem Hintergrund zunehmender Gewalt gegen Juden wird Bildung ein entscheidendes Werkzeug sein. Dafür trifft sich Felix Klein, Beauf- tragter der Bundesregierung für jüdisches Leben und den Kampf gegen Antisemitis- mus, vor dem Workshop mit den Teilnehmern, um sie zu inspirieren und sie auf die bevorstehenden Aufgaben einzustimmen. Der Workshop selbst startet mit der Prä- sentation des Films “We Want the Light”, der mehr noch als die Emotionen der Teilneh- mer anzusprechen, als Ausgangspunkt für Diskussionen und Aktivitäten dienen wird, die unter der Anleitung von Schriftstellerin Paulina Schulz in eigene Texte Usedomer Schülerinnen und Schülern münden werden. Diese stellen die Schüler vor, gemein- sam mit dem Musikwissenschaftler und Pianisten Jascha Nemtsov, der als weitere Ebene der Reflektion und Inspiration Klaviermusik jüdischer Tradition spielt. Durch die Verbindung von Film, Musik und Literatur wird eine starke Plattform für den Ausdruck von Gedanken und Gefühlen geschaffen, die die Teilnehmer dazu anregt, ihre eigene Stimme zu finden und für den Kampf gegen den Antisemitismus zu nutzen.

Teilnehmende auf der Bühne

Jascha Nemtsov

ist Pianist und Musikwissenschaftler, Professor für Geschichte der jüdischen Musik an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar und Akademischer Leiter der Kantorenausbildung an der Universität Potsdam. Er studierte am St. Petersburger Staatlichen Konservatorium und lebt seit 1992 in Deutschland. Seine Forschungsprojekte sind jüdischer Musik und jüdischen Komponisten im 19. und 20. Jahrhundert gewidmet. Als Pianist konzertiert er weltweit, er nahm bislang mehr als 40 CDs auf, darunter zahlreiche Ersteinspielungen von Werken wiederentdeckter verfolgter Komponisten. 2007 bekam er den Preis der Deutschen Schallplattenkritik und 2018 den Preis OPUS KLASSIK.

Paulina Schulz-Gruner

gebürtige Polin, in Deutschland aufgewachsen, stammt aus einer europäisch und freiheitlich geprägten Familie. Sie arbeitet als Übersetzerin polnischer Literatur, Dozentin und Autorin. Von Anfang an bei den Usedomer Literaturtagen dabei, rief sie die Jungen Usedomer Literaturtage ins Leben, die ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens auf der Insel sind. Paulina Schulz-Gruner unterrichtete an diversen Universitäten und Bildungseinrichtungen in Deutschland und Polen, veröffentlichte über 25 Übersetzungen, vier eigene Bücher, war Stipendiatin der Europäischen Kulturhauptstadt Breslau und Trägerin mehrerer Literatur- und Kulturpreise. Sie lebt in der Hansestadt Stralsund und in Swinemünde auf Usedom.